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Die Rede des Bräutigams

Bei dieser Rede ist der Redner selbst gemeint: Sie sprechen über Ihre Frau, über die Gäste und damit über sich. RedenHilfe rechnet bei einer Hochzeitsrede mit 125 Wörtern je Minute, für fünf Minuten also mit rund 625 Wörtern – und prüft oben, ob Ihr eigener Text hineinpasst.

Das Ergebnis erscheint hier.

So geht es

  1. Länge prüfenWenn schon ein Entwurf steht, fügen Sie ihn oben ein. Gezählt werden die Wörter, verglichen wird mit dem Ziel für die gewählte Redezeit. Der Text wird dafür nur gelesen und nicht gespeichert.
  2. Rolle eintragenIm Interview tragen Sie ein, dass Sie als Bräutigam sprechen, und die Rufnamen, die in der Rede vorkommen. Die Perspektive ist damit Ihre eigene und nicht die eines Gastes.
  3. Interview führen25 Fragen in vier Abschnitten, acht davon Pflicht: die Rufnamen der beiden, Ihre Rolle, woher Sie die beiden kennen, eine Begebenheit, warum die beiden zusammenpassen, der Humor-Grad, die Liste dessen, was nicht vorkommen soll, und die gewünschte Redezeit.
  4. Sprechfassung abrufenDie Sprechfassung setzt [Pause], [kurze Pause] und [Blick heben]. Der Spickzettel fasst jeden Abschnitt in höchstens vier Stichpunkten mit je höchstens 60 Zeichen zusammen.

Die Rede, in der Sie selbst vorkommen

Die meisten Hochzeitsreden handeln von zwei Menschen, die im Saal sitzen. Ihre handelt von Ihnen. Das macht sie schwerer, denn jeder Satz über Ihre Frau ist gleichzeitig einer über Sie, und das Lob, das Sie aussprechen, streichen Sie zur Hälfte selbst ein. Der Ausweg ist derselbe wie bei jeder anderen Rede: erzählen statt erklären.

Das Interview fragt deshalb nach Begebenheiten und nicht nach Gefühlen: wie Sie sich kennengelernt haben, was Sie zusammen erlebt haben, eine Begebenheit mit Ort, Beteiligten und Ausgang. Eine Rede muss nicht sagen, wie viel Ihnen dieser Mensch bedeutet. Sie muss eine Geschichte erzählen, nach der es alle im Raum wissen.

Was dabei regelmäßig schiefgeht, ist die Chronik: erstes Treffen, erste Wohnung, erster Urlaub, Antrag. Das Gerüst hält dagegen, weil es der Anekdote das größte Wortziel gibt und allen anderen Abschnitten feste, kleinere Ziele. Ein Jahrzehnt in fünf Minuten ist eine Aufzählung; eine Szene daraus ist eine Rede.

Dank ist keine Namensliste

Rund 625 Wörter sind das Budget für fünf Minuten. Eine Aufzählung von zwanzig Namen bleibt bei niemandem hängen, auch nicht bei den Genannten. Danken Sie wenigen Menschen für etwas Bestimmtes: den Eltern für eine Sache, die sie getan haben, den Trauzeugen für eine Nacht, von der man erzählen kann.

Wenn die Familien groß sind, hilft die Pflichtfrage nach den Tabus. Sie tragen dort ein, welche Namen und welche Themen nicht vorkommen sollen; die Angabe geht ausdrücklich nicht in den Text ein, sondern wird gegen die fertige Fassung gehalten. Taucht ein Stichwort daraus im Entwurf auf, meldet RedenHilfe einen Verdacht und streicht nichts von selbst.

Für Anspielungen aus dem Freundeskreis gilt die Faustregel des Interviews: Insider nur, wenn mindestens die Hälfte der Gäste sie versteht. Die andere Hälfte dürfen Ihre Trauzeugen bedienen, wenn sie sprechen; in welcher Reihenfolge gesprochen wird, entscheidet der Ablauf der Feier, und den kennt RedenHilfe nicht. Sie stehen als Gastgeber vorn, und Gastgeber erklären lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Wenn der Text schon steht

Viele schreiben zuerst und fragen sich danach, ob es passt. Genau dafür ist das Werkzeug am Anfang der Seite: Sie fügen Ihren Text ein, wählen den Anlass und die Redezeit und bekommen die Wortzahl, die gesprochene Dauer und ein Urteil dazu. Für fünf Minuten liegt das Ziel bei 625 Wörtern, die Bandbreite bei 563 bis 688 Wörtern.

Liegt der Text darunter, fehlt Material und keine Floskel – die Lücke schließen Ihre Antworten im Interview, nicht ein längerer Satz. Liegt er darüber, ist ein Abschnitt zu lang. Gerechnet wird mit 125 Wörtern je Minute; wie schnell Sie am Mikrofon wirklich sprechen, weiß RedenHilfe nicht, und wer nervös ist, spricht schneller. Der Text wird nur gezählt und nicht gespeichert.

Häufige Fragen

Wie lang soll die Rede des Bräutigams sein?

Fünf Minuten sind der Regelfall: rund 625 Wörter bei 125 Wörtern je Minute, mit einer Bandbreite von 563 bis 688 Wörtern. Drei Minuten mit rund 375 Wörtern reichen, wenn an dem Abend noch mehrere andere sprechen.

Muss ich die Rede auswendig lernen?

Nein, dafür ist der Spickzettel gebaut: höchstens vier Stichpunkte je Abschnitt, jeder höchstens 60 Zeichen, zusammen auf einer Karteikarte. In der Sprechfassung steht [Blick heben] an den Stellen, an denen Sie vom Blatt aufsehen sollten. Ablesen ist erlaubt, Suchen im Text nicht.

Passt mein Text in fünf Minuten?

Das rechnet das Werkzeug oben aus: Wortzahl, gesprochene Dauer bei 125 Wörtern je Minute und der Abstand zum Ziel. Ein Richtwert bleibt es trotzdem, denn Ihr Sprechtempo am Abend kennt niemand vorher.

Zuerst meine Frau ansprechen oder die Gäste?

Das Gerüst beginnt mit dem Einstieg an die Gäste und endet mit Wunsch und Toast; der letzte Satz gehört damit dem Menschen, den Sie geheiratet haben. Wenn Sie es anders wollen, stellen Sie es in einer der zwei Überarbeitungsrunden um.

Wen muss ich erwähnen, wenn die Familien groß sind?

Wenige Menschen mit einer konkreten Sache statt viele Namen ohne Grund. Was gar nicht vorkommen darf, tragen Sie in die Tabu-Pflichtfrage ein: Die Angabe steht in keinem Satz der Rede und wird nur gegen die fertige Fassung gehalten.

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RedenHilfe ist ein Text-Baukasten zur eigenständigen Erstellung persönlicher Reden. Wir erbringen keine Rechtsdienstleistung im Sinne des § 2 RDG und keine Steuer- oder Bestattungsberatung; eine rechtliche Prüfung Ihres Einzelfalls findet nicht statt. Was Sie über sich, Ihre Frau und Ihre Gäste erzählen, entscheiden Sie: RedenHilfe prüft den Text gegen eine feste Liste von Wendungen und gegen die Tabus, die Sie selbst angeben, und ändert dabei nichts von sich aus.