Eine Trauerrede für die Mutter halten
Wer über die eigene Mutter spricht, kämpft mit zwei Dingen gleichzeitig: mit der Trauer und mit der Angst, ihr nicht gerecht zu werden. Das Interview fragt deshalb nach Begebenheiten statt nach Eigenschaftswörtern. Aus dem, was Sie erzählen, baut RedenHilfe den Entwurf.
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Rede für Ihre Mutter beginnenOhne Feinschliff verlässt Ihr Text unsere Server nicht · Maschinelle Erzeugung freiwillig gekennzeichnet · Server in Deutschland
So geht es
- Rolle eintragenSie tragen ein, in welchem Verhältnis Sie zu ihr standen. Aus der Rolle ergibt sich die Perspektive der Rede: Eine Tochter erzählt anders als ein Enkelkind, und beide Fassungen sind richtig.
- Nach Bildern gefragt werdenDer Katalog fragt nach kleinen Gewohnheiten, nach einem Satz, den sie immer wieder gesagt hat, und nach einer Begebenheit mit Ort, Beteiligten und Ausgang. Das ist das Material, aus dem eine Rede wird.
- Redezeit festlegenDrei, fünf oder zehn Minuten. RedenHilfe rechnet bei einer Trauerrede mit 110 Wörtern je Minute und verteilt das Budget auf die Abschnitte des Gerüsts.
- Sprechprobe machenLesen Sie die Sprechfassung einmal laut. Sie merken dabei, welche Stelle Sie nicht schaffen, und genau die lässt sich in einer der zwei Überarbeitungsrunden ändern.
Warum Anekdoten stärker sind als Adjektive
Sätze wie „sie war der beste Mensch“ oder „ihre Art war einzigartig“ behaupten etwas, ohne es zu zeigen. RedenHilfe markiert solche Superlative in der fertigen Fassung und schlägt vor, eine Begebenheit an ihre Stelle zu setzen. Wer erzählt, wie seine Mutter am Telefon geduldig blieb, muss das Wort „geduldig“ nicht mehr sagen.
Deshalb fragt das Interview so hartnäckig nach Einzelheiten. Der Kaffee um vier, das Notizbuch in der Jackentasche, die Redewendung, die alle im Raum sofort wiedererkennen: Solche Kleinigkeiten sind der Unterschied zwischen einer Rede über eine Mutter und einer Rede über Ihre.
Wenn Sie selbst sprechen wollen und nicht sicher sind, ob Sie es können
Die Sprechfassung ist für den Vortrag gesetzt, nicht für das stille Lesen. [Pause] steht für zwei Atemzüge mit Blick in den Raum, [kurze Pause] für einen Atemzug, [Blick heben] heißt: vom Blatt aufsehen. Nach je drei Sätzen bricht ein Absatz um, damit die Augen die Zeile wiederfinden.
Dazu kommt der Spickzettel: höchstens vier Stichpunkte je Abschnitt, jeder höchstens 60 Zeichen. Wenn Sie den Text nicht mehr lesen können, tragen die Stichpunkte die Reihenfolge, und die Reihenfolge ist das, was in diesem Moment fehlt.
Häufige Fragen
Darf ich weinen?
Ja. Deshalb sind die Pausen im Text markiert und nicht nur mitgedacht: Sie können anhalten, ohne den Faden zu verlieren. Sinnvoll ist außerdem, jemanden zu bitten, die Rede in der Tasche zu haben und einzuspringen.
Wie kurz darf eine Trauerrede sein?
Drei Minuten sind eine vollständige Rede: rund 330 Wörter, vier Abschnitte, ein Bild. Kurz und getragen ist besser als lang und mühsam.
Kann ich ein Gedicht einbauen?
Wenn die Schutzfrist abgelaufen ist, ja: Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers (§ 64 UrhG), und die Frist beginnt erst mit dem Ablauf des Sterbejahres (§ 69 UrhG). Bei jüngeren Texten fragen Sie die Rechteinhaber. RedenHilfe liefert keine fremden Gedichte oder Liedtexte mit; was Sie selbst eintragen, steht danach in Ihrem Entwurf.
Muss ich alle Fragen beantworten?
Von den 28 Fragen sind acht Pflichtfragen; sobald diese acht stehen, lässt sich der Entwurf erzeugen. Ein Abschnitt, für den keine Antwort vorliegt, steht im Entwurf mit dem Hinweis, dass hier noch Ihre Antwort fehlt. Er wird nicht mit Floskeln aufgefüllt.
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RedenHilfe ist ein Text-Baukasten zur eigenständigen Erstellung persönlicher Reden. Wir erbringen keine Rechtsdienstleistung im Sinne des § 2 RDG und keine Steuer- oder Bestattungsberatung; eine rechtliche Prüfung Ihres Einzelfalls findet nicht statt. Bestattungsfristen ergeben sich aus dem Recht des jeweiligen Bundeslandes; RedenHilfe berechnet sie nicht, sondern zählt nur bis zu dem Termin herunter, den Sie eintragen.