Eine Hochzeitsrede ohne Floskeln
„Einzigartig“, „unvergesslich“, „wundervoll“: Solche Wörter behaupten etwas, statt es zu zeigen, und im Saal prüft jeder die Behauptung gegen sein eigenes Bild. Der Rechner oben hält Ihren Text gegen die 11 Wendungen, die für eine Hochzeitsrede gelten, und zeigt zu jedem Treffer, warum er auffällt.
Das Ergebnis erscheint hier. Ihr Text verlässt diese Seite nur zur Prüfung und wird nicht gespeichert.
So geht es
- Text einfügenSie wählen den Anlass und fügen Ihren Entwurf oben ein. Der Text wird geprüft und nicht gespeichert.
- Treffer lesenZu jeder gefundenen Wendung steht, warum sie auffällt. Bei einer Hochzeitsrede ist das ein Vorschlag, bei einer Trauerrede eine Warnung: Die sechs Superlative gelten für jeden Anlass, die übrigen Wendungen hängen am Anlass.
- Eigene Tabus dazugebenSie können Stichworte eintragen, die auf keinen Fall vorkommen sollen, etwa eine frühere Beziehung oder einen alten Streit. Sie werden gegen Ihre Fassung gehalten und nicht gespeichert.
- Ersetzen statt streichenAn die Stelle einer Behauptung setzen Sie eine Begebenheit mit Ort, Beteiligten und Ausgang. Genau danach fragt das Interview: 25 Fragen, davon acht Pflichtfragen.
Warum „einzigartig“ nichts erzählt
Ein Superlativ ist eine Bewertung, und eine Bewertung prüft im Saal jeder gegen sein eigenes Bild. Wenn Sie sagen, die Braut sei „einzigartig“, nickt die halbe Runde höflich. Wenn Sie erzählen, dass sie beim Umzug um Mitternacht noch die Küche eingeräumt hat, weil sie am nächsten Morgen nicht im Chaos aufwachen wollte, sehen alle dieselbe Person. Das Wort brauchen Sie dann nicht mehr.
Die Prüfung kennt für eine Hochzeitsrede 11 solche Stellen: sechs Superlative, die für jeden Anlass gelten – „einzigartig“, „unvergesslich“, „wundervoll“, „großartig“, „Ausnahmemensch“, „der beste Mensch“ –, dazu fünf Wendungen, die auf einer Feier regelmäßig danebengehen. Auf dieser Seite und in der App läuft sie gegen dieselbe Stelle im Regelwerk, es gibt keine zweite Liste. Dass keine davon in Ihrem Text steht, heißt allerdings nicht, dass er fertig ist.
Ersetzt wird nichts von selbst. Sie bekommen die Fundstelle und die Begründung, und Sie entscheiden. Ein „unvergesslicher Abend“ darf stehen bleiben, wenn Sie ihn so wollen; die Marke schreibt Ihnen keinen Satz um und streicht keinen.
Bei der Festrede ein Vorschlag, bei der Trauerrede eine Warnung
Zwei Härtegrade, und zum Teil zwei verschiedene Listen. Bei einer Hochzeitsrede ist ein Treffer ein Vorschlag: Es ist Ihr Abend und Ihre Runde, und ein Wort zu viel richtet dort keinen Schaden an. Bei einer Trauerrede wird aus einem Treffer eine Warnung, und dort greifen eigene Wendungen: „endlich erlöst“ oder „den Kampf verloren“ sprechen den Angehörigen ihre Trauer ab und schlagen bei einer Hochzeitsrede gar nicht an.
Deshalb fragt der Rechner zuerst nach dem Anlass. Er entscheidet über beides: welche Wendungen überhaupt geprüft werden und wie streng ein Treffer dasteht. Sechs Superlative gelten für jeden Anlass; dazu kommen bei einer Feier fünf Wendungen und bei einer Trauerrede sechs andere. Wer denselben Text später für einen anderen Anlass verwendet, stellt den Anlass um und liest die Treffer noch einmal – es sind dann andere.
Unabhängig von den Superlativen prüft die Marke bei Festreden auf Anspielungen auf frühere Beziehungen, auf Geldbeträge, auf Gesundheitliches, auf das Alter als Pointe und auf den Grund eines Ausscheidens; die letzte trifft eher eine Verabschiedung als eine Hochzeit. Das sind die Sätze, die nach der Feier niemand mehr zurücknehmen kann. Auch hier ist ein Treffer kein Veto, sondern eine Stelle zum Nachlesen.
Was an die Stelle der Floskel gehört
Von den 25 Fragen des Interviews sind acht Pflichtfragen, und die ersten Abschnitte fragen nach Stoff statt nach Formulierungen: Woher kennen Sie die beiden, wie war die erste Begegnung, was haben Sie zusammen erlebt, was war Ihr erster Eindruck vom Paar. Aus diesen Antworten baut das Gerüst später die Sätze. Wer sie aufschreibt, hat den Stoff beisammen, bevor der erste Satz steht.
Das Gerüst legt die Antworten danach an ihre Stelle. Bei fünf Minuten sind es sechs Abschnitte und rund 625 Wörter, gerechnet mit 125 Wörtern je Minute; die Anekdote bekommt darin das größte Wortziel. Eine Behauptung braucht einen Satz, eine Begebenheit braucht einen Absatz – und nur die Begebenheit zeigt, was Sie meinen.
Wo Ihnen nichts einfällt, lassen Sie die Stelle leer. Ein Abschnitt ohne Antwort steht im Entwurf mit dem Hinweis, dass hier noch Ihre Antwort fehlt, und wird nicht mit Floskeln aufgefüllt. Das ist der Unterschied zu einer Musterrede aus dem Netz: Dort steht immer etwas, und es passt auf jeden.
Häufige Fragen
Welche Wörter soll ich in einer Hochzeitsrede vermeiden?
„Einzigartig“, „unvergesslich“ und „wundervoll“ sind drei der sechs Superlative, die die Prüfung bei jedem Anlass markiert. RedenHilfe prüft bei einer Hochzeitsrede 11 Wendungen und zeigt zu jeder, warum sie auffällt. Verboten ist keine davon: Die Prüfung schlägt vor, eine Begebenheit an ihre Stelle zu setzen.
Wird mein Text gespeichert?
Nein. Er geht zur Prüfung an den Server und wird dort nicht abgelegt. Ein Sprachmodell sieht ihn dabei nicht, denn die Prüfung läuft gegen eine feste Liste. Erst der eingeschaltete Feinschliff schickt Text an den Anbieter des Sprachmodells; ohne ihn verlässt Ihr Text unsere Server nicht.
Was passiert mit meinen eigenen Tabus?
Die tragen Sie als Stichworte ein, etwa Namen, frühere Partnerschaften oder einen alten Streit. Sie gehen nicht in den Text ein, sondern werden gegen Ihre Fassung gehalten. Taucht ein Stichwort auf, meldet RedenHilfe einen Verdacht und streicht nichts von selbst.
Darf ich ein Lied zitieren, statt selbst zu formulieren?
Wenn die Schutzfrist abgelaufen ist: Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers (§ 64 UrhG), und die Frist beginnt erst mit dem Ablauf des Sterbejahres (§ 69 UrhG). Bei einem Lied zählt der Längstlebende von Textdichter und Komponist (§ 65 Abs. 3 UrhG) – zwei Urheber sind hier der Regelfall. Bei jüngeren Texten fragen Sie die Rechteinhaber. RedenHilfe liefert keine fremden Gedichte oder Liedtexte mit.
Wie lang darf die Rede sein?
Fünf Minuten sind der Regelfall: rund 625 Wörter bei 125 Wörtern je Minute. Drei Minuten sind rund 375 Wörter, zehn Minuten rund 1.250 Wörter. Was an Ihrem Abend Platz hat, entscheidet der Ablauf der Feier, und den kennt RedenHilfe nicht.
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Hochzeitsrede beginnenOhne Feinschliff verlässt Ihr Text unsere Server nicht · Maschinelle Erzeugung freiwillig gekennzeichnet · Server in Deutschland
RedenHilfe ist ein Text-Baukasten zur eigenständigen Erstellung persönlicher Reden. Wir erbringen keine Rechtsdienstleistung im Sinne des § 2 RDG und keine Steuer- oder Bestattungsberatung; eine rechtliche Prüfung Ihres Einzelfalls findet nicht statt. Die Prüfung erkennt eine feste Liste von Wendungen; sie ist keine Zusage, dass Ihr Text niemanden im Saal verletzt.