Eine Trauerrede schreiben, die trägt
Der Termin steht fest, und die Worte fehlen. RedenHilfe führt Sie durch 28 Fragen in vier Abschnitten und baut daraus einen Entwurf entlang eines festen Gerüsts. Sie müssen nicht wissen, wie eine Trauerrede aufgebaut ist – Sie müssen nur erzählen, wen Sie verloren haben.
Ihr Wortbudget und die Abschnitte erscheinen hier.
So geht es
- Anlass und Termin eintragenSie tragen den Anlass und den Termin der Trauerfeier ein. Die Ampel zählt bis zu diesem Termin herunter; eine Bestattungsfrist berechnet RedenHilfe nicht, denn sie ist Landesrecht und in jedem Bundesland anders geregelt.
- Interview führenAcht Fragen sind Pflicht, die übrigen ergänzen. Sie können jederzeit aufhören und später weiterschreiben: Der Fortschritt steht über dem Katalog, und die Antworten bleiben stehen.
- Entwurf erzeugenDas Gerüst richtet sich nach der Redezeit: vier Abschnitte für drei Minuten, sechs für fünf, zehn für zehn Minuten. Gerechnet wird mit 110 Wörtern je Minute, also mit rund 330, 550 oder 1.100 Wörtern.
- Sprechfassung abrufenAm Ende steht die Sprechfassung mit den Marken [Pause], [kurze Pause] und [Blick heben], dazu ein Spickzettel mit höchstens vier Stichpunkten je Abschnitt.
Was eine Trauerrede gliedert
Fünf Minuten sind bei Trauerfeiern der Regelfall, und dafür stellt RedenHilfe sechs Abschnitte auf: Anrede, Lebensweg, wer dieser Mensch war, zwei Bilder, was bleibt, Abschied. Jeder Abschnitt hat ein eigenes Wortziel, und die Ziele ergeben zusammen das Budget der ganzen Rede.
Der Abschnitt mit den zwei Bildern trägt davon das größte Wortziel. Das ist die Aussage des Gerüsts: Zwei erzählte Begebenheiten sagen mehr über einen Menschen als eine Reihe von Eigenschaftswörtern. Die anderen Abschnitte halten den Rahmen, die Anrede kurz und der Abschied kürzer.
Bei drei Minuten fällt der Lebensweg weg, und es bleibt ein Bild. Bei zehn Minuten kommen Herkunft, Beruf und Alltag, schwere Zeiten und ein Trostabschnitt dazu. Die Redezeit ändern Sie jederzeit; das Gerüst wechselt mit und verteilt das Wortbudget neu.
Sechs Wendungen, die wir markieren
Manche Sätze sind gut gemeint und treffen trotzdem. RedenHilfe prüft die fertige Fassung auf sechs Wendungen, die in einer Trauerrede regelmäßig danebengehen, und zeigt zu jeder, warum. „Kampf gegen die Krankheit“ und „den Kampf verloren“: Krankheit ist kein Kampf, den man gewinnt oder verliert, und das Bild wertet den Tod als Niederlage.
„Endlich erlöst“ und „jetzt hat sie endlich Ruhe“ sprechen den Angehörigen ihre Trauer ab. „An einem besseren Ort“ ist eine Glaubensaussage, die nicht alle Gäste teilen. Und „ein Engel im Himmel“ ist Bildsprache, die schnell kitschig wirkt und niemanden tröstet.
Verboten ist nichts davon. Bei einer Trauerrede ist ein Treffer eine Warnung, bei einer Festrede nur ein Vorschlag; geändert wird der Satz erst, wenn Sie es wollen. Dazu kommen die Superlative, die für jeden Anlass gelten: „einzigartig“, „unvergesslich“, „wundervoll“. Sie behaupten etwas, statt es zu zeigen.
Vom Entwurf zur Sprechfassung
Der Entwurf ist nicht das Ende. Sie haben zwei Überarbeitungsrunden: Sie schreiben auf, was anders werden soll, und bekommen eine neue Fassung. Danach ist die letzte Fassung Ihre Sprechfassung, und was dann noch stört, ändern Sie selbst.
Die Sprechfassung markiert die Stellen, an denen ohnehin eine Pause hingehört. [Pause] sind zwei Atemzüge mit Blick in den Raum, [kurze Pause] ist ein Atemzug, [Blick heben] heißt: vom Blatt aufsehen. Wenn die Stimme versagt, steht die Pause schon im Text.
Häufige Fragen
Wie lang soll eine Trauerrede sein?
RedenHilfe rechnet mit drei, fünf oder zehn Minuten und mit 110 Wörtern je Minute, also mit rund 330, 550 oder 1.100 Wörtern. Fünf Minuten sind bei Trauerfeiern der Regelfall.
Wer darf bei einer Trauerfeier sprechen?
Das legt die Familie mit dem Bestattungsunternehmen oder der Gemeinde fest; eine Vorschrift darüber, wer sprechen darf, gibt es nicht. RedenHilfe vermittelt keine Rednerinnen und Redner: Die Rede schreiben Sie, und Sie halten sie auch.
Was, wenn ich beim Vortrag nicht weiterkomme?
Dafür gibt es den Spickzettel: höchstens vier Stichpunkte je Abschnitt, jeder höchstens 60 Zeichen lang. Er passt auf eine Karteikarte und hält die Reihenfolge fest, wenn der Text vor den Augen verschwimmt.
Bekomme ich den Text zum Ausdrucken?
Entwurf, Sprechfassung und Spickzettel können Sie im Browser ausdrucken. Auf Papier verschicken wir nichts, und eine Rednervermittlung gibt es nicht.
Ist der Entwurf maschinell erzeugt?
Ja, und RedenHilfe weist freiwillig darauf hin. Der Entwurf entsteht regelbasiert aus Ihren Antworten entlang des Gerüsts. Erst wenn Sie den Feinschliff einschalten, überarbeitet zusätzlich ein Sprachmodell die Formulierungen; ohne ihn verlässt Ihr Text unsere Server nicht.
Alle Funktionen inklusive. Keine Kreditkarte.
Interview beginnenOhne Feinschliff verlässt Ihr Text unsere Server nicht · Maschinelle Erzeugung freiwillig gekennzeichnet · Server in Deutschland
RedenHilfe ist ein Text-Baukasten zur eigenständigen Erstellung persönlicher Reden. Wir erbringen keine Rechtsdienstleistung im Sinne des § 2 RDG und keine Steuer- oder Bestattungsberatung; eine rechtliche Prüfung Ihres Einzelfalls findet nicht statt. Bestattungsfristen ergeben sich aus dem Recht des jeweiligen Bundeslandes; RedenHilfe berechnet sie nicht, sondern zählt nur bis zu dem Termin herunter, den Sie eintragen.